Auswirkungen von Risikofaktoren und Präventionsstrategien auf die Metastasierung von Brusttumoren
Projekt
Brustkrebs ist die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen. Jedes Jahr wird bei 2,6 Millionen neuen Patientinnen Brustkrebs diagnostiziert, und 650 000 sterben daran, die überwiegende Mehrheit aufgrund von Metastasen. Eine der wichtigsten Fragen in der Krebsforschung ist, was genau diesen Übergang von der Ruhephase zur Metastasierung verursacht. Diese Ruhephase stellt ein wichtiges therapeutisches Fenster dar, in dem die Anzahl der Krebszellen und ihre Heterogenität noch überschaubar sind.
In diesem Projekt des Universitätsspitals Basel untersuchen Prof. Bentires-Alj und sein Team, wie Risikofaktoren die Mikroumgebung von Brusttumoren beeinflussen und das Erwachen und Wachstum von ruhenden Tumorzellen in der Leber befeuern, einem häufigen Ort der Metastasierung, der oft mit einer schlechten Prognose verbunden ist. Dabei konzentrieren sich die Wissenschaftler insbesondere auf die Auswirkungen von Stress und postmenopausaler Fettleibigkeit auf den Übergang vom Ruhezustand zur Lebermetastasierung. Sie werden die zugrundeliegenden zellulären und molekularen Mechanismen untersuchen und die Wirkung präventiver Strategien wie die medikamentöse Hemmung von Stress-Signalwegen und die Reduktion von Übergewicht durch eine kohlenhydratreduzierte Ernährung anhand von Patientenproben validieren.
Es sollen Ansätze identifiziert werden, die die Reaktivierung ruhender Krebszellen stoppen. Auf diese Weise können Wege gefunden werden, die Abwehrmechanismen von Krebsbetroffenen zu stärken, die zur Chronifizierung von Krebs beitragen, oder um die Metastasen verursachenden Zellen zu eliminieren.
Die Erkenntnisse können dazu beitragen, dass auch bei Patientinnen mit fortgeschrittenen Brustkrebserkrankungen bessere und nachhaltige Therapieerfolge erzielt werden.
Leistungsempfänger
Stiftung Krebsforschung Schweiz, Bern mit der Maßgabe der Weiterleitung an das Universitätsspital Basel, Department Biomedizin, Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Mohamed Bentires-Alj
Beginn des Projekts
2024