Die Rolle des Eierstockhormons Östrogen bei der Entstehung von Brustkrebs
Projekt
Ziel dieses Projektes aus der Grundlagenforschung ist es, besser zu verstehen, wie Östrogen und Progesteron die menschlichen Brustzellen im Gewebe beeinflussen. Körpereigene Hormone sowie hormonaktive Substanzen können das Brustkrebsrisiko beeinflussen. Hormonabhängiger Brustkrebs macht 80% aller Brustkrebsfälle aus und die Patientinnen entwickeln oft Resistenzen gegenüber Hormontherapien und erleiden Rückfälle. Die Eierstockhormone Östrogen und Progesteron regulieren das Wachstum und die Funktion der Brustdrüse und spielen eine wichtige Rolle in der Entstehung von Brustkrebs. Über die Aktivitäten der beiden Hormone Östrogen und Progesteron im Gewebe ist noch wenig bekannt, da bisher geeignete Untersuchungsmodelle fehlten. Hier setzt das Projekt an. Frau Prof. Brisken hat Modelle entwickelt, in denen normale menschliche Brustzellen und Brustkrebszellen in Mäusen wachsen können, wenn man sie in die Milchgänge der Mäuse einpflanzt. Diese Mäuse mit „menschlichen“ Milchdrüsen können genutzt werden, um zu untersuchen, wie die hormonellen Veränderungen während des Menstruationszyklus die Genexpression in normalen menschlichen Brustzellen und Brustkrebszellen verändern. Diese wichtigen Erkenntnisse über die Zellbiologie und die Entwicklung von Brustkrebs sollen zu neuen Behandlungsstrategien und vorbeugenden Maßnahmen von hormonabhängigem Brustkrebs führen. Die von Frau Prof. Brisken gewählten Methoden sind bereits im Labor etabliert. Frau Prof. Brisken ist eine renommierte Wissenschaftlerin mit hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet der Brustkrebsforschung.
Leistungsempfänger
Stiftung Krebsforschung Schweiz, Bern mit der Maßgabe der Weiterleitung an École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL), wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Cathrin Brisken
Beginn des Projekts
2019