Entwicklung einer neuen Generation von Bluttests zur Früherkennung von Brustkrebs und Brustkrebs Rückfällen
Projekt
Brustkrebs ist die häufigste Krebsart und krebsbedingte Todesursache bei Frauen weltweit und in der Schweiz. Die Einführung des Mammographie-Screenings zur Früherkennung Mitte der 80er Jahre hat wesentlich zur Senkung der Brustkrebssterblichkeit beigetragen. Die Mammographie hat jedoch wichtige Einschränkungen, einschließlich einer begrenzten Spezifität und Sensitivität, Überdiagnose und nachfolgende Überbehandlungen, Röntgenbestrahlung, und bei jüngeren Frauen trotz steigender Inzidenz nicht angewendet. Da wirksamere Therapien für fortgeschrittenen Brustkrebs in die klinische Praxis eintreten, besteht ein wachsender Bedarf, auch Rückfälle so früh wie möglich zu erkennen, aber es gibt keine spezifischen Tests für diesen Zweck. Daher besteht die Notwendigkeit, zusätzliche empfindliche, spezifische und akzeptable Verfahren zur Früherkennung von primärem Brust-Krebs (Screening) und Brust-Krebs-Rückfällen (Monitoring) zu entwickeln.
Dieses Projekt der Universität Fribourg, Schweiz, basiert auf eigenen früheren präklinischen und klinischen Studien, die zeigen, dass Brustkrebs die Genexpression und den Phänotyp in blutzirkulierenden Leukozyten verändert. Im Jahr 2020 starteten wir eine Studie namens GENOA („Gene Expression and phenOtypical Analysis of Leukocytes“) bei 120 Patientinnen mit Brustkrebs in verschiedenen Krankheitsstadien und gesunden Frauen, um Veränderungen in der Expression von Oberflächenmarkern und das mRNA von weißen Blutzellen (Leukozyten) zu identifizieren, die im Zusammenhang mit dem Vorhandensein von Brustkrebs in Verbindung gebracht werden können.
Endziel der Studie ist es, einen klinisch nützlichen Bluttest für die Früherkennung von Brustkrebs und die Überwachung von Patientinnen nach der Behandlung ihrer Krebserkrankung zu entwickeln.
Leistungsempfänger
Fondation Université de Fribourg, Department für Onkologie/ Mikrobiologie und Immunologie (OMI), Mathematisch-Naturwissenschaftliche und Medizinische Fakultät der Universität Freiburg (Schweiz), Wissenschaftliche Leitung: Prof. Curzio Rüegg, MD
Beginn des Projekts
2023